Norway 2

22 03 2012

Tag 2
Nach dem Fruehstueck gehts los in die Stadt. Das Wetter koennte nicht besser sein – strahlende Sonne und leichtes Tauwetter. Dank der Yaktraks koennen wir auf dem Eis ganz gut laufen. Wir sind hoch oben ueber das Stadt auf einen Ausblickspunkt geklettert, und man konnte von dort die gesamte Ebene, Tromso und die Fjorde unter sich sehen.
Ob es die Kaelte ist, aber die Leute sind so generell nicht besonders freundlich hier. Vielleicht lebe ich auch schon zu lange in England, wo jeder erstmal Sorry sagt, ob es noetig ist oder nicht. Hier wird man angerempelt und der Rempler guckt einen dann noch boese an. In einem Café haben wir einen (erstaunlich schlechten) Cappuccino getrunken. Ich setzte mich auf die Eckband, aber den Platz hatte sich wohl schon eine andere Frau ausgesucht, jedenfalls kam sie von der Theke, wo sie bestellte, wuetend rueber und raunte mich auf Norwegisch bitterboese an. Na, gute Frau, riechen kann ich das ja auch nicht. Ich rueckte dann brav einen Stuhl rauf, habe aber ernsthaft ueberlegt, ob ich ihr a. in den Kaffee spucken oder b. einfach ihr Teilchen anbeissen sollte. Rache ist suess.
Dann schnell die Koffer abgeholt und mit dem Bus 42 (Ian war gluecklich) zum Flughafen.
Dort kamen recht puenktlich die anderen an. Insgesamt sind wir zu 14 Leuten. Zwei Tourfuehrer/Photographen von den Veranstaltern, 12 andere. Ein bunt gemischte Truppe, Ian ist nicht der aelteste. Aber die meisten sind Ende 30/40. Wir haben zwei Mini-Busse zur Verfuegung. Dave und Tony, die Tourfuehrer, fahren uns.
Die Fahrt nach Sommaroy dauerte etwas ueber eine Stunde durch atemberaubende Landschaften. Tiefe Fjorde mit schneebedeckten Bergen. Kleine Holzhaueser, Fischerboote, kaum Menschen auf den Strassen.
Das Arctic Hotel war eine angenehme Ueberraschung. Sehr freundlich ausgestattet, grosses Zimmer, hell und sauber. Das Essen ist hervorragend. Wir sassen an einem langen Tisch zum Essen und man lernt so langsam die anderen Leute kennen.
Hier dauert die Daemmerung mehrere Stunden. Auch wenn Sonnenuntergang im Moment um 18.00 Uhr ist, ist es um 20.00 immer noch nicht voellig dunkel. Morgens wird es gut zwei Stunden vor Sonnenaufgang hell. Ab May wird es hier gar nicht mehr dunkel.
Um 20.00 sind wir alle losgefahren und man konnte tatsaechlich bereits einen gruenlichen Streifen am Himmel erkennen: die langersehnte Aurora!! Man kann nicht vorhersagen, ob man die zu sehen bekommt, aber wir waren optimistisch. Der Streifen wurde dann heller, und Tony parkte am Strassenrand. Dort lag ein gefrorener See, tief verschneit, mit Bergen drumrum. Wir nahmen unsere Photoausruestungen und Stative und los gings. Und die Aurora spielte auch mit! Ueber eine Stunde lange bekamen wir eine sagenhafte Lichtershau geboten mit weissem, gruenen und rotem Licht. Es war wirklich ueberwaeltigend!!!
Photographieren im Dunkeln ist nicht einfach, vor allem das Scharf-Stellen. Tony und Dave gaben uns reichlich Tipps und wir wurden alle mit tollen Photos belohnt.
Das war einfach ein einmaliges Erlebnis, und die Reise hat sich jetzt schon gelohnt.
Fuer die naechsten Tage ist die Wettervorhersage miserabel, darum beschlossen wir abends, Richtung Schweden zu fahren und die Aurora dort zu sehen. Sonnenaktivitaet ist sehr hoch, also besteht eine gute Chance.
Schlafen kommt auf dieser Tour zu kurz, aber wer braucht das schon?

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