Norway 3

23 03 2012

Tag 3 + 4
Fruehstueck um 8.00, und um 9.00 waren wir schon im Wagen und los gings. Kiruna ist nur 200 km Luftlinie von Sommaroy entfernt, aber da man an den Fjorden entlang fahren muss, vervierfacht sich die Entfernung. Schnee und Eis helfen auch nicht gerade, um zuegig voran zu kommen.
Die Fahrt dauerte dann auch 8 Stunden!! Wir haben ein paar kurze Pausen gemacht fuer Kaffee und Klo, und an einem gefrorenen See haben wir fuer eine hable Stunde gehalten und dort photographiert. Das war ein sonderbares Gefuel, auf dem tiefblauen, durchsichtigen Eis herum zu laufen. Die Eisschicht war mindestens einen Meter dick. Wenn man den Schnee wegfegte, konnte man die wundersamsten Muster im Eis sehen. Es war bitterkalt dort!! Einmal sind mir die Knie, also die Hose, festgefroren. Als wuerde man einen Eiswuerfel anfassen. Der starke Wind und Schneesturm gingen einem unter die Haut. Ich muss aber sagen, wir haben perfekte Kleidung gekauft. Alles ist winddicht und so merkt man die eisige Kaelte nur im Gesicht. Nach einer Weile kriecht sie einem aber dann doch in die Knochen, vor allem, wenn man steht und Photos macht.
Unsere Kameras kommen uebrigens auch bestens mit der Kaelte zurecht und mit dem Wechsel von warm und kalt. Keinerlei Probleme!
Als wir in Kiruna ankamen, wurde es dunkel. Wir haben dann erstmal lecker gegessen. Ian und ich haben Rentier-Steaks gegessen. Die waren koestlich! Ein bisschen wie Reh, und erstaunlich zart.
So waren wir gut gestaerkt fuer die Nacht draussen in der Kaelte. Tony und Dave hatten eine gute Stelle ausgesucht mit viel Himmel, aber auch ein paar Baeumen, die man gut in die Photos einbeziehen konnte. Die Aurora zeigte sich auch schon als gruenlicher Streifen, als wir ankamen. Und dann wurden wir mit einem mehrstuendigen, atemberaubenden Schauspiel belohnt! Die lange Fahrt und die Kaelte waren vergessen. Man wusste gar nicht, wo man hingucken sollte, es war so fantastisch in jeder Richtung. Wir waren alle vollkommen ueberwaeltigt. Man kann das nicht beschreiben, es ist wirklich etwas, was man selber sehen muss! Gruen, pink, weiss, rot……sie bewegt sich wie Wellen ueber den Himmel. Und dann hatten wir auch noch eine Corona direkt ueber uns, wenn das gruene Licht zylindrisch wie eine Explosion nach unten stroemt.
Das war wirklich eins der beeindruckendesten Dinge, die ich je gesehen habe, und ich weiss jetzt auch genau, warum so viele Leute es sich zum Lebenswunsch machen, einmal die Aurora zu sehen.
Wir sind um 3.00 morgens nach einem Kaffee wieder zurueck gefahren. Dave und Tony haben das schon ein paarmal gemacht – das muss so anstrengend sein! Zwischendurch haben wir einmal eine Stunde angehalten, damit die Fahrer schlafen konnten.
Der Rueckweg fuehrte durch tundra-artige Landschaft durch Schweden, ein Stueck Finland bis zurueck nach Norwegen, alles fast nicht besiedelt. Dort leben nur Samis, die dort oben traditionell ihre Jadggruende hatten. Die Gegend ist so faszinierend, aber das Leben dort ist sehr sehr hart!
Mittags waren wir wieder im Hotel, muede und ko. Die netten Hotelleute hatten uns das Lunchpaket verwahrt!!! Das war sehr willkommen. Danach ist jeder ins Bett gesunken. Wir haben heiss geduscht und dann ein paar Stunden Schlaf nachgeholt.
Vorhin bin ich ein bisschen ueber die Insel gelaufen. Es war sehr still, ein bisschen Schnee fiel, man sieht so gut wie niemanden.
Heute abend essen wir hier lecker und gehen frueh ins Bett. Keine Aurora.
Bis morgen!

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